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Arkaden an der Hochbahn-Haltestelle Möckernstraße


Die gelaserte Löwenbrücke sieht richtig gut aus. Das bringt mich auf die Idee, auch die Hochbahn-Arkaden lasern zu lassen.

Wie immer werden meine Zeichnungen zum Lasern auf einem uralten Rechner (Windows 7) in Corel Draw gezeichnet.

Doch da ging die Liebe mit mir dann doch zu weit. Weil ich jeden einzelnen Mauerstein hab lasern lassen, wurden die Ergebnisse wesentlich teurer als gedacht. Nun ist es aber passiert, und ich muss in den sauren Apfel beißen.

Dummerweise habe ich die 3mm-Distanzstücke für die Arkaden vergessen. Die brauche ich aber, um die räumliche Tiefe zu erhalten. Ich habe sie eben dann auch noch gezeichnet.

Aussparungen für die Arkaden herstellen


Damit ich unter dem Hochbahn-Haltestelle später auch Läden, Bars oder Werkstätten einbauen kann, müssen die Arkaden zugänglich sein. Dafür müssen die Fronten aus den vertikalen Stützen des Z-förmigen Hochbahn-Haltestelle-Profils ausgeschnitten werden. Ich markiere zunächst mit Bleistift die Positionen der Arkaden. In die oberen Ecken der vorgesehenen Aussparungen bohre ich mit einem 8-mm-Bohrer Löcher. Für die waagrechten Schnitte kann ich tatsächlich die Stichsäge verwenden. Das Sägen ist allerdings ziemlich riskant. Die Arkaden geraten stark ins Vibrieren, sodass sich sogar das Bahnsteigdach der Hochbahn-Haltestelle löst. Trotzdem bekomme ich die waagrechten Schnitte hin.

Die vertikalen Schnitte dagegen kann ich mit der Stichsäge nicht ausführen, weil sie dafür zu groß ist. Deshalb spanne ich ein Stichsägeblatt einfach in einen Klemmgriff ein und säge die Schnitte von Hand. Das funktioniert überraschend gut. Die Schnittkanten fransen zwar stark aus, werden später aber von den Verblendungen verdeckt. Bei Bedarf kann ich sie noch mit einer Raspel oder 80er-Schmirgelpapier nachbearbeiten. Am Ende sind sämtliche Aussparungen unter der Hochbahn gesägt und die herausgeschnittenen Holzteile entfernt.

Probeweises Einsetzen der Arkaden


Ich stelle die Arkaden zunächst nur probeweise vor die neuen Aussparungen. Schon jetzt macht die Hochbahn einen sehr guten Eindruck. Die endgültige Montage muss allerdings noch warten, bis die Arkaden gestrichen sind.

Besonders die Arkade südlich des Hochbahn-Tunnels eignet sich meiner Meinung nach hervorragend für eine Kneipe. Von der Größe her passt dort sogar die Einrichtung für das Eckhaus 63 266 von Lütke. Die Grundfläche von 93 × 93 mm scheint dafür nahezu ideal zu sein.

Reparatur der beschädigten Stromversorgung


Dann – wie so oft – die Ernüchterung! Beim Aussägen der Fronten habe ich versehentlich die Stromversorgungsleitungen für die Züge durchtrennt. Das lässt sich jedoch problemlos reparieren. Ich löte kurze orange- und graue Kabelstücke zwischen die Schnittstellen.

Hochbahn-Brücke montieren


Ich streiche zunächst die Brücke der Hochbahn-Durchfahrt und klebe sie anschließend fest. Rechts daneben montiere ich probeweise beziehungsweise als ersten festen Einbau eine Arkade für einen Laden. Für das Geländer der Hochbahn habe ich noch genügend passende Geländerteile.

Die Arkaden machen sich ganz gut. Was aber dringend noch fehlt, ist eine kleine Brüstung knapp unter den Geländern. Wahrscheinlich 2mm hoch und da drauf noch eine Leiste mit 1mm Höhe.

Geländer hinten an der S-Bahn


Vielleicht sollte ich das Geländer hinten näher an das hintere Gleis heranziehen, oder aber noch ein weiteres Gleis einziehen. So ist mir das Geländer zu weit vom Gleis weg. Um das Geländer an der S-Bahn neu zu machen, habe ich auch noch genügend Geländer-Stücke. Ich darf das Trassenbrett hinten aber nicht abschneiden, weil ich sonst am Tunnelende auch die Kabel durchschneide.

Möckernstraße neu aufbauen


Irgendwie gefällt mir der Bereich zwischen Bahnhofsvorfeld und S-Bahnhof Möckernstraße überhaupt noch nicht. Das „Sperrholzplatten-Gestückele“ in der Möckernstraße verwirrt. Aus diesem Grund habe ich nun den ganzen Bereich mit Fotokarton zugedeckt um darauf einen neuen Straßenverlauf zu planen.

Ein erster Entwurf sieht dann so aus: Zwischen Straße und Eisenbahn muss unbedingt eine Trennung vorgesehen werden, sei es eine Mauer; ein Industriezaun oder eine Mischung aus beidem. Da bin ich noch am Überlegen.

Die Möckernstraße aus Pappe macht sich gar nicht mal so schlecht. Um die Gehwege zu machen, kann man sehr gut Graupappe nehmen, die gibt es in unterschiedlichen Dicken und kosten fast nichts (ich glaube 1 oder 2 € für eine 105 x 75 cm große Platte).

 Lagerhalle

Bei den Arkaden direkt unter der Hochbahn-Haltestelle habe ich eine Lagerhalle und eine Autowerkstatt mit geöffnetem Tor vorgesehen.

Da unmittelbar hinter der Lagerhalle die Gleise liegen, die hinunter zu der nördlichen Kehrschleife führen, kann ich den mit Klebe-LEDs ausgestatteten Lichtkäfig hinter der Lagerhalle nur 10 mm tief machen, was aber nicht stört, da man durch die Milchglasscheiben ohnehin nicht ins Innere sieht.

Kneipe

In der Ecke neben der Unterführung schreite der Platz regelrecht nach einer Kneipe. Vom Platz her würde dort gut die Einrichtung für das Eckhaus 63 266 von Lütke passen. Die 93 mm x 93 mm große Grundfläche der Inneneinrichtung scheint wirklich ideal zu sein.

Auch wenn der Platz nicht üppig ist, die erste Stellprobe mit dem „Gemüsestand“ (ich habe leider noch keine Biertischgarnituren), dem bisschen Gras und dem roten Auto davor überzeugt.

Was das für ein Potential drin versteckt ist, man glaubt es kaum. So gewinnt die Kneipe schon ungemein allein dadurch, dass ich (im rechten Bild) die Türe geöffnet habe. Ich kann mir schon gut die Szenerie vorstellen, wie ein Zecher aus der beleuchteten Kneipe herauskommt und sein Schatten auf die Straße fällt. Dazu muss ich die Kneipe aber erst beleuchten.

Biergarten-Schirme

Und da ist „Knautschke“ auch schon, aber wo soll er sich festhalten, wenn sich alles nur noch um ihn selbst dreht? Bänke und Schirme wären nicht schlecht. Da mir die Ausstattungsdetails der gängigen Spur-N-Anbieter einfach zu teuer sind, habe ich heute mal probiert, aus 160 g/m²-Pappe einen Biergarten-Schirm selbst herzustellen. Im ersten Versuch nur mal mit weißem Papier. (Das kann man in jedem Kopie-Shop aber auch farbig bedrucken lassen.) Die Kante des Schirms beträgt 21,88 mm (entsprechend 3,50 m im Original). Die „Überhöhung ist 3 mm (entsprechend 0,48 m im Original). Dadurch werden (wenn man die Mathematik bemüht) die Nähte 15,8 mm lang und der Innenwinkel 87,9°.

Den Schirm habe ich mit dem Cutter-Messer ausgeschnitten und mittels Holzleim zusammengeklebt. Zum Schluss habe ich ihn auf einen Zahnstocher gesteckt und vor meiner S-Bahn-Kneipe in einem 2mm-Loch versenkt. Die Höhe habe ich jetzt nicht kontrolliert, weil ich einfach schnell ein schnelles Ergebnis wollte. Fazit: Ich komme auf etwa 3 Cent/Schirm. Auf einen DIN A4-Bogen 160 g/m²-Papier passen bei mir 24 Schirme. Der Bogen kostet 15 Cent und eine Farbkopie darauf 25 Cent. Zahnstocher kosten 100 Stück rund 1 €. Okay, für die „Pyramiden-Berechnung“ braucht man ein bisschen Gehirnschmalz. Das wars.

Nachdem ich gestern den 3 Cent-Biergarten-Schirm gebaut habe, hat mich Susanne beim Spazierengehen auf die Idee gebracht, ob ich für die S-Bahn-Kneipe nicht auch noch Tische machen könnte. Einfach mal probiert: Von einer 7 mm x 1 mm Leiste (60 Cent/m) habe ich 18-mm-Stücke für eine Tischplatten abgeschnitten. Die „Füße“ sind aus 4 mm langen Abschnitten einer 2 mm x 1 mm Leiste, ebenso die 12 mm lange Querstrebe, die dem Tisch etwas Stabilität geben soll. Die 2 mm x 1 mm-Leiste kostet auch 60 Cent. Zusammengeklebt wird alles mir Ponal-Holzleim. Das kostet euromäßig nicht viel, aber Nerven, weil das Zeug einfach zu futzelig ist.

Die kürzeren Stückchen werden stirnseitig an das 10mm-Stück angeklebt. Nach dem Trocknen wird die „Tischplatte“ mit dem Cuttermesser abgeschnitten und der Tisch ins „Gelände“ aufgestellt. Keine 10 Minuten Arbeit und ein Biertisch praktisch für umsonst.

Sand für die Wege

Natur kann man, so meine Meinung, richtig gut auch mit Produkten aus der Natur nachbilden. Der Schlamm aus einer Pfütze am Bahngleis ist (getrocknet) geradezu ideal für den Sandweg vor der S-Bahn-Kneipe – und er kostet nichts.

Und da schönste: Er harmoniert farblich perfekt mit dem Woodland Streumaterial für das daneben spärlich wachsende Gras. Dazu habe ich einen neuen Tisch und Bänke gemacht und Bordsteine gesetzt.

Nachdem ich meine Tische auf der Anlage aufgestellt habe, gefiel mir die Querstrebe am Tisch nicht mehr, also habe ich sie rausgebrochen. Auch der weiße Schirm mit dem &-Zeichen wirkt auf mich irgendwie „chinesisch“ und so habe ich einen neuen gemacht mit dem Aufdruck „BERLINER Pilsener“. Da noch kein Loch in der „Wiese“ ist, habe ich den Schirm zunächst mit einer Klammer festgehalten.


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